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Aus dem Gemeindebrief
Wenn Sie den aktuellen Gemeindebrief (Dezember 2011 - Februar 2012)
nicht erhalten haben, so kann dieser im Pfarrbüro angefordert werden.
"Bittet, so wird euch gegeben,
suchet, so werdet ihr finden,
klopfet an, so wird euch aufgetan!“
Matthäus 7,7
Liebe Gemeindeglieder,
eines der für mich eindrücklichsten Worte der Bibel steht im Prolog des Johannesevangeliums:
„Und das Licht scheint in der Finsternis, aber die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“
"Und das Licht scheint in der Finsternis": Ein adventlicher, ein weihnachtlicher Satz,
wie er nicht besser illustriert werden könnte durch die Kerzen, die wir auch in diesem
Jahr wieder entzünden. Wir holen uns weihnachtliche Stimmung ins Haus. Gemütlich ist das,
wenn im Dunkel der winterlichen Jahreszeit Licht entzündet wird.
Ja, Licht scheint in der Finsternis, an Kerzen und Lichterketten mangelt es uns nicht.
Aber Johannes sagt: ‚Die Finsternis hat’s nicht ergriffen’. Das sagt er so, weil er mit
‚Licht’ noch etwas ganz anderes meint als unsere Kerzen und Lampen. Allenfalls können Kerzen
und Lampen Symbol sein für die tiefere Wahrheit. Johannes weiß: Inmitten des Dunkels dieser
Welt gibt es die Kraft der Hoffnung. Inmitten der Kälte der Welt gibt es die Kraft der Liebe.
Inmitten der Sorgen und der Verzweiflung dieser Welt gibt es die Kraft des Glaubens.
Aber diese Kraft, dieses Licht finden viele nicht.
Worauf gründet sich seine Sicht? Sie gründet sich auf Jesus Christus, dem Wort Gottes,
das Gott in die Welt geschickt hat, um sie hell zu machen. Um ihr, um uns Glaube, Hoffnung
und Liebe zu geben. An Weihnachten sollen wir eine Ahnung davon bekommen, wie schön das ist.
‚Doch die Finsternis hat’s nicht ergriffen’, sagt Johannes. Das gute Wort Gottes, es trifft
so oft auf taube Ohren. Lebensstiftend will es sein, aber so viele, die es nicht hören, die
sich von ihm nicht öffnen lassen. Wer im Finstern ist, verfällt leicht in’s Hadern:
Warum lässt Gott das zu? Warum mir dies Leid? Warum mir diese zermürbende Sorge? Fragen über
Fragen, und Klage über Klage. Aber so bleibt es finster.
Dabei scheint das Licht doch schon in unsere Finsternis. Im Stall von Bethlehem, an einem
entborgenen Ort, ist Gottes Sohn damals geboren worden. Er ist an unserer Seite, und er kann
uns Licht sein, gerade weil er unsere Finsternis, den ‚Stall’ unseres Lebens kennt. Das ist
ja das Einzigartige am christlichen Glauben, dass Gott nicht fern bleibt, sondern nah bei den
Menschen ist. Mitleidet. Mitträgt. Stellvertretend trägt.
Ich will darum den Satz des Johannes heute ergänzen: Und das Licht scheint in der Finsternis,
aber die Finsternis hat’s nicht ergriffen. Denen aber, die im Finstern saßen und sich von ihm
ergreifen ließen, denen gab es helle Freude und Trost in ihre Herzen. Sie fanden neuen Lebensmut,
und sie konnten auf Gott hin ihre Ängste und Verkrampfungen überwinden. In ihrem Herzen wurde es licht.
Sie fanden heraus aus der Finsternis ihres Denkens und Tuns.
Liebe Gemeindeglieder,
möge uns Jesus Christus, das ‚Licht der Welt’, ergreifen und aufschließen für Gottes tragende Liebe.
In ihm sind wir auch alle im Glauben verbunden, wo wir auch sein mögen.
Herzliche Wünsche für Sie für eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit,
und ein friedvolles neues Jahr 2012.
Ihr
Markus Christ, Pfr.
Gott spricht:
Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen,
doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.
Jesaja 54,7
Weise mir, Herr, deinen Weg;
ich will ihn gehen, in Treue zu dir.
Psalm 86,11
Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt
Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf.
Denkt dabei nicht an euch selbst,
sondern an die anderen.
1. Korinther 10, 23-24
Besuche halten die Verbindung zur Kirche und Gemeinde aufrecht und
trösten und stärken Menschen. Wie gut kann ein Gespräch tun, das einem vermittelt:
Ich werde wahrgenommen und wertgeschätzt. Und wie wichtig ist es manchmal auch,
dass jemand aus der Distanz die Dinge noch einmal ganz anders sehen hilft.
Aus diesem Grunde haben sich einige Frauen aus unserer Kirchengemeinde und
Pfarrer Christ zu einem Besuchskreis zusammengefunden. Geburtstagsbesuche,
Besuche Neuzugezogener, Besuche alter, einsamer oder kranker Menschen - an so
vielen Stellen kann ein wertschätzendes, freundliches Wort gut tun.
Freuen sie sich, wenn Sie besucht werden. (Aber haben Sie auch den Mut, uns zu
sagen, wenn sie keinen Besuch möchten).
Wir suchen auch noch weitere Ehrenamtliche, Männer und Frauen, die sich vorstellen
können, im Besuchsdienst mitzuarbeiten.
Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bei
Jutta Zimmerling, Käthi Kirchner oder bei Pfarrer Markus Christ.
Für alte und kranke Gemeindeglieder, die nicht mehr zur Kirche gehen können,
biete ich die Möglichkeit zum Hausabendmahl an, an dem selbstverständlich
auch Familienangehörige und Freunde teilnehmen können.
Wenn sie dies wünschen, melden Sie sich bitte bei mir.
Pfarrer Christ Tel.: 06185/1602
Wer Ruhe in aller Hektik sucht,
wer zu sich selber und zu Gott kommen möchte,
wer ein Gebet, für sich oder andere sprechen will
und eine Kerze entzünden möchte,
der findet in unserer Kirche immer die dazu nötige Stille
und den besonderen Raum.
Von Oktober bis April 10 – 16 Uhr
Von Mai bis September 10—18 Uhr
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