Aus dem Gemeindebrief

Wenn Sie den aktuellen Gemeindebrief (Juni 2010 - September 2010)
nicht erhalten haben, so kann dieser im Pfarrbüro angefordert werden.

Andacht

Liebe Gemeinde,

als ich über dieser Andacht sitze, weht gerade eine Aschewolke
des isländischen Vulkans Eyjafialla über Europa und legt große Teile
des Flugbetriebes lahm.

Damit hat niemand gerechnet; das deutsche Forschungsflugzeug, das mit
hochsensiblen Messgeräten an Bord die tatsächliche Ausbreitung der Wolke
messen soll, braucht drei Tage, bis es endlich mit Messgeräten ausgerüstet
ist und starten kann.

Wie anfällig ist unser modernes Leben gegen Störungen. Wie abhängig sind wir,
vom Strom, vom Öl, vom Gas, ja sogar vom Ausbruch eines so weit entfernten
isländischen Vulkans.

Und wir spüren, wie furchteinflößend (und manchmal auch teuer) es ist,
wenn der gewohnte Lebensablauf ins Stocken gerät.

Aber wir wissen auch und machen alle früher oder später die Erfahrung,
dass letztlich nichts sicher ist. Wir Menschen halten unser Leben nicht in
unserer Hand.

Auch die Nachricht einer schweren Erkrankung oder eine sonstige 'Hiobsbotschaft'
kann uns aus der Bahn werfen. Nein, wir haben uns nicht selbst in unserer Hand.

Im Kindergottesdienst singen wir das Lied "Gott hält die ganze Welt in seiner Hand ...",
und dann wird aufgezählt, was Gott alles in seiner Hand hält: Sonne und Mond,
die Tiere, die Pflanzen, den Wind und den Regen, dich und mich."

Ein tröstliches Bild. Wenn ich nichts in der Hand habe: Gottes Hand ist
barmherzig ausgespannt. Sie hält uns, wenn alles andere fällt oder reißt.
Und sie führt uns weiter. Das kann uns Gelassenheit geben mitten in Ungeduld,
wenn mal was nicht so läuft, wie wir es gerne hätten.

Und wenn es wirklich ernst wird, wenn es nicht nur um ein paar Urlaubstage geht,
die ich noch dranhängen muss, weil der Flugverkehr lahmgelegt ist, wenn Krankheit,
Trauer oder Sorge drücken, dann hilft mir das Bild, loszulassen auf Gott hin,
der letztlich hält und trägt.

Einen schönen Sommer und angenehme Ferien wünscht Ihnen herzlichst Ihr


Ihre Pfarrer
Markus Christ

Besuchskreis

Besuche halten die Verbindung zur Kirche und Gemeinde aufrecht und
trösten und stärken Menschen. Wie gut kann ein Gespräch tun, das einem vermittelt:
Ich werde wahrgenommen und wertgeschätzt. Und wie wichtig ist es manchmal auch,
dass jemand aus der Distanz die Dinge noch einmal ganz anders sehen hilft.

Aus diesem Grunde haben sich einige Frauen aus unserer Kirchengemeinde und
Pfarrer Christ zu einem Besuchskreis zusammengefunden. Geburtstagsbesuche,
Besuche Neuzugezogener, Besuche alter, einsamer oder kranker Menschen - an so
vielen Stellen kann ein wertschätzendes, freundliches Wort gut tun.

Freuen sie sich, wenn Sie besucht werden. (Aber haben Sie auch den Mut, uns zu
sagen, wenn sie keinen Besuch möchten).

Wir suchen auch noch weitere Ehrenamtliche, Männer und Frauen, die sich vorstellen
können, im Besuchsdienst mitzuarbeiten.

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bei
Jutta Zimmerling, Käthi Kirchner oder bei Pfarrer Markus Christ.

Hausabendmahl

Für alte und kranke Gemeindeglieder, die nicht mehr zur Kirche gehen können,
biete ich die Möglichkeit zum Hausabendmahl an, an dem selbstverständlich
auch Familienangehörige und Freunde teilnehmen können.

Wenn sie dies wünschen, melden Sie sich bitte bei mir.
Pfarrer Christ Tel.: 06185/1602

Offene Kirche

Wer Ruhe in aller Hektik sucht,
wer zu sich selber und zu Gott kommen möchte,
wer ein Gebet, für sich oder andere sprechen will
und eine Kerze entzünden möchte,
der findet in unserer Kirche immer die dazu nötige Stille
und den besonderen Raum.

Von Oktober bis April 10 – 16 Uhr
Von Mai bis September 10—18 Uhr